Was ist "Leaky Gut"? 

"Leaky Gut" heißt auf Deutsch "undichter Darm". Die Darmschleimhaut ist beschädigt, sodass auf einmal auch unvollständig gespaltene Nahrungsbestandteile, bakterielle Toxine und Schadstoffe (anorganische Giftstoffe) ungehindert in den Blutkreislauf und von dort in die Gewebe und Organe gelangen. 

Das Immunsystem ist dadurch überlastet und es kommt zu einer chronischen Vergiftung des gesamten Stoffwechsels. 

  • Allergien (Studie),
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Studie 1, Studie 2),
  • entzündlichen Hautveränderungen (Studie),
  • Blähungen,
  • Sodbrennen,
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit, 
  • entzündlichen Gelenkschmerzen (Studie),
  • Zöliakie (Studie),
  • Krohn (Studie), 
  • Astma (Studie 1, Studie 2)
  • metabolisches Syndrom und Fettleibigkeit (Studie),
  • Depression (Studie),
  • Autismus, 
  • Autoimmunkrankheiten ( Studie 1, Studie 2)
  • und weiteren chronischen Entzündungsprozessen

sind im wahrsten Sinne des Wortes Tür und Tor geöffnet.

Heute weiß man, dass "Leaky Gut" häufig auch Voraussetzung für chronische Krankheiten wie Rheuma, Diabetes Typ II und sogar Alzheimer ist. 

Was löst "leaky gut" aus? 

  • Antibiotika 
  • Antibabypille 
  • weitere Hormonpräparate 
  • chronischer Stress 
  • Schlafmangel 
  • eine zucker- und kohlehyrdratreiche 
  • vital- und mineralstoffarme Ernährung 
  • verarbeitete Lebensmittel, Fertigprodukte 
  • künstliche Zusatzstoffe 
  • Umweltgifte 

Wie kann ich meinem Darm helfen, zu heilen? 

Ersetze das zuvor ungesunde Verhalten durch ein gesundes! 

Klingt einfach und ist doch hoch komplex. Für den einen bedeutet es, seinen "Stressor" zu erkennen und entweder aus seinem Leben zu verbannen oder zu lernen, anders mit Stress umzugehen. Das bedarf einiger Achtsamkeit und ggf. auch etwas Unterstützung von außen, z.B. durch einen Therapeuten oder Coach. Für den anderen bedeutet es, seine abendlichen Rituale zu überprüfen und deutlich früher ins Bett zu gehen

Meide Aspirin und Ibuprofen, denn sie fördern "Leaky Gut". 

Und oftmals bedeutet es auch, ein ungesundes Essverhalten durch ein gesundes zu ersetzen, sodass unser Darm heilen kann. Falls du nicht sicher bist, welche Nahrungsmittel hier gemeint sein könnten, hier eine "Black- und White-List" - von dem, was du meiden und was du statt dessen zu dir nehmen sollst, bis dein Darm geheilt ist. 

  • Kein Getreide und Gluten - iss statt dessen Gemüse, dessen Ballaststoffe für den noch geschädigten Darm zu verarbeiten sind. Weizen und andere gluten-haltigen Getreidesorten beinhalten Gliadin, ein Protein das die Zonulin-Produktion erhöht und somit direkt zu "Leaky Gut" beiträgt (Studie).

Überprüfe deine Reaktion auf alle Gemüsesorten, während du dich im Stadium des Ausheilens befindest. So seltsam es sich anhören mag, doch viele Gemüse sind nicht leicht zu verdauen und können erst wieder nach der Genesung der Darmflora ohne Beschwerden gegessen werden.

Hierzu gehören viele grüne Gemüse wie Spinat, Grünkohl, Wasserkresse etc., Bohnen, Erbsen, Mais, Paprika, Aubergine, Sellerie, Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Kohl (auch Chinakohl und Rosenkohl), Brokkoli, Blumenkohl.

Leicht verdaulich sind hingegen u.a. Karotten, Yamswurzel, Süßkartoffel, Kartoffeln, Butternusskürbis, Kohlrüben, Steckrüben, Pastinaken, rote Beete und Kochbananen. 

Finde heraus, welches Gemüse dir gerade gut tut. Am besten isst du während der Darmsanierung nur eine Gemüsesorte zu einer Mahlzeit, um deine Verdauung nicht zu stressen. Außerdem erfährst du auf diese Weise, was dir derzeit wirklich bekommt. Gedünstet ist das Gemüse übrigens deutlich bekömmlicher als angebraten. 

  • Meide Zucker (Übrigens: Kohlehydrate sind aneinander gekettete Zuckermoleküle, also Zucker!) - mach dir stattdessen z.B. mal eiweiß- und fettfreiche Pancakes (hier ist das Rezept) oder einen grünen Smoothie (hier ist ein Rezept mit wenig Fruktose und hier ein weiteres, bei dem du statt 1/2 nur 1/3 der Ananas nimmst).
  • Kein Alkohol - trink 3 Liter Wasser und Tee am Tag (Alkohol räubert übrigens auch deine Zink-Speicher leer und Zink ist essentiell für die Darmgesundheit)
  • Nimm ein gutes Molke-Eiweiß-Pulver, es hat nachweislich einen positiven Effekt auf den Darmheilungsprozess bei "Leaky Gut". (Studie) Du findest ein gutes Produkt z.B. auf meiner Ressourcen-Seite. 
  • Eventuell ist deine Magensäure nicht ausreichend aktiv. Hier können diverse Nahrungsergänzungen helfen; z.B. das Ananas Enzym Bromelain, Pancreatin (verschiedene Enzyme, die von der Bauchspeicheldrüse gebildet werden, u.a. Lipase (für die Fettverdauung), protease (für die Eiweißverdauung) und amylase (für die Kohlehydratverdauung)). Die Kombination von Betain Hydrochlorid und Pepsin erhöht ebenfalls die Magensäure, was bei der Verdauung insbesondere von Proteinen hilft.  
  • Iss Vitalstoffe - bedenke, dass das Vitalstoffprofil von beispielsweise Leber deutlich besser ist als das von Gemüse, d.h. achte bei der Auswahl deiner Speisen darauf, was wirklich drin ist. 
  • Iss Prebiotica und resistente Stärke, die "Lieblingsspeise" deines Darms. Lauch, Zwiebeln, kalte gekochte Kartoffeln, kalter gekochter Reis, Pilze, Chicoree, Artischocken, Pastinake, Topinambur, Flohsamen. Es kann sein, dass deine Verdauung zunächst etwas empfindlich auf diese Lebensmittel reagiert; führe sie deshalb erst in kleineren Mengen ein, bis dein Darm immer mehr davon verarbeiten kann. 

  • Nimm Probiotica zu dir. Iss fermentierte Speisen wie Sauerkraut, Kefir, Kimchi etc. oder verwende ein erprobtes Supplement. Hier ist meine Empfehlung.  

  • Nimm mehr als ausreichend Zink zu dir. Iss deshalb bewusst rotes Fleisch und/oder Austern. Und/oder supplementiere Zink

  • Mach dir eine gute Knochensuppe, gerne mit einem Ochsenschwanz, Tafelspitz oder Bürgermeisterstück. Wenn du nicht von der heilenden Wirkung der Knochensuppe überzeugt bist, frage Gwyneth Paltrow oder lies hier meinen Artikel dazu.  

Gehe raus in die Sonne oder nimm ein Vitamin D3-Präparat. 

Bewege dich, mach moderates Krafttraining, gehe viel (etwa 10.000 Schritte täglich), sprinte etwa einmal pro Woche und nutze deinen Körper, wie er gedacht war. 

Schlafe mehr als ausreichend. 

Und meditiere! Komme zur Ruhe und lerne, nach und nach, anders mit deinen "Stressoren" umzugehen. 

Und falls du Unterstützung möchtest, melde dich bei mir. 

"Konzentriere dich auf deine optimale Gesundheit und du schaffst die Grundlage dafür, stark, sexy und superfit zu sein."  

Dein Personal Coach und Trainer Nicole 

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