8 Gründe der Wissenschaft, warum wir meditieren sollten

Wer sich stark, gesund und superfit fühlen will, darf neben einer sinnvollen Ernährung und einem gesunden Bewegungsverhalten auch noch weitere Aspekte beachten, die leider nicht jeder auf dem Schirm hat: das Schlafverhalten, die eigenen Motivationsstrategien, der Umgang mit Stressoren und mögliche Entspannungstechniken. 

Im heutigen Artikel möchte ich eine Entspannungstechnik mit einigen ihrer Facetten und Wirkungen auf deinen Körper und Geist, also auf dein Wohlbefinden, vorstellen: die Meditation. 

Das Ziel der Meditation als spirituelle Praxis ist die Erleuchtung, das je nach religiösem Kontext Unterschiedliches bedeutet; in westlichen Kulturen wird die Meditation zur Steigerung des Wohlbefindens und als Element der Psychotherapie eingesetzt. Ziel ist hier sowohl das passive Loslassen und auch die bewusste Aufmerksamkeitslenkung. 

Was in unserem Körper durch das Meditieren passiert 

"Passives Loslassen" - "Aufmerksamkeitslenkung" - Wissenschaftler wollten genauer wissen, was im Körper beim und durch das Meditieren passiert und haben Erstaunliches herausgefunden: 

  1. deutlich geringeres Stressempfinden (siehe Studie 1 und Studie 2
  2. Normalisierung des Blutdrucks (siehe Studie 3
  3. Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten durch die Veränderung des Gehirns (Studie 4
  4. Neue neuronale Vernetzungen entstehen; denn das Hirn eines Erwachsenen ist kein starres, fixes Konstrukt, sondern bis ins hohe Alter veränderbar. Neue Erfahrungen und Eindrücke verändern die Struktur des Gehirns (Studie 5). 
  5. positiver Einfluss auf den Energiestoffwechsel, die Insulinausschüttung und Entzündungen im Körper (Studie 6
  6. Reduktion von Angstzuständen (Studie 7
  7. Stärkung des Immunsystems (Studie 8
  8. die Verlängerung der Telomere (Studie 9) 

Die Telomere sind die Chromosomenenden. Bei jeder Zellteilung werden diese Enden kürzer, bis die Zellteilung nicht mehr weiter geht und die betroffenen Zellen absterben. Telomere sind somit Biomarker für das Altern, d.h. lange Telomere korrelieren mit vielen verbleibenden Lebensjahren. 2014 gab es für diese Entdeckung den Nobelpreis für Prof. Elisabeth Blackburn. In einer weiteren Studie, die von Dr. Strunz in seinem täglichen Newsletter zitiert wird, wurde die Länge der Telomere bei Krebs-Überlebenden gemessen. Ein Teil der Patienten begann zu meditieren, ein Teil nicht. Nach drei Monaten wurde die Länge der Telomere erneut gemessen. Die Telomere der Gruppe der Nicht-Meditierenden wurde, ganz normal, kürzer, die Zellen alterten. Die Telomere der meditierenden Patienten blieben gleich lang! 

8 unterschiedliche Arten zu meditieren 

Welche Art passt zu dir? 

1. die passive, kontemplative Meditation

Ziel ist dir die Stille und gedankliche Leere. Als Hilfsmittel dient das Fokussieren auf den Atem oder auch Meeresrauschen (gibt es zum Runterladen bei Itunes oder zum Kaufen auf CD), Entspannungsmusik (hier mein Longtime-Favorite). Ein paar weitere Tipps zum Meditieren findest du auf der Ressourcen-Seite

2. die geführte Meditation

Für viele, die noch nie zuvor meditiert haben, ist die geführte Meditation eine wunderbare Methode, abzuschalten und "bei sich zu sein". Hier finde ich es sinnvoll, ein paar "Stimmproben" zuvor zu hören, bevor du dich entscheidest, eine geführte Meditation zu kaufen. Der Sprecher muss dir als Medium dienen, dich tief zu entspannten, d.h. die Stimme darf dir in erster Linie sympathisch bzw. nicht unsympathisch sein und die Worte sollten dich "abholen". Ich mag z.B. diese geführten Meditationen: geführte Meditation 1,

6 aktive Formen der Meditation 

3. Tai Chi 
4. Yoga
5. meditatives Laufen 
6. Wandern 
7. Spazieren gehen 

Beim Spazieren gehen als meditative Praxis ist es von zentraler Bedeutung, nur wahrzunehmen: die Bäume, den Himmel, das Zwitschern der Vögel etc. Das Urteilen und Bewerten bleibt außen vor bzw. beschränkt sich auf positive Gefühle und Gedanken, d.h. es wird auf "Gedanken-Hygiene" geachtet. Das will heißen, das Wälzen von Problemen hat hier nicht seinen Platz, soll der Spaziergang als Form der Meditation dienen. 

8. Mandalas malen 

Achtsamkeit im Alltag - was das bedeutet auf den Punkt gebracht 

"Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, dass ihr in der Zeit, in der ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muss der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muss das Teetrinken das Wichtigste auf der Welt sein." Thich Nhat Hanh, Lächle dienem eigenen Herzen zu. 

Zu meditieren ist eine Entscheidung - nicht mehr und nicht weniger

Während wir oft die äußeren Umstände, die uns Stress verursachen, nicht ändern können, können wir in jedem Fall die Art und Weise, wie wir mit dem Stress umgehen, was wir denken und fühlen nach und nach ändern. Dies bedarf natürlich einer großen Bewusstheit und auch diese ist trainierbar- wenn man sich dafür entscheidet. 

Wenn du dich dafür entscheidest, entscheidest du dich für DICH! Beim Meditieren geht es einfach mal nur um DICH! Und falls du Unterstützung brauchst, findest du sie: in Form einer CD, Yoga-Stunden, Tai Chi-Unterricht etc. Gerne gebe ich dir auch weitere Tipps. Schreibe mir einfach eine Email oder vereinbare ein kostenfreies Erstgespräch mit mir. 

Und für die verbleibenden Tage dieser Woche und für die Osterzeit wünsche ich dir den Mut und die Entschlusskraft, dich für dich zu entscheiden und dir jeden Tag eine Auszeit zum Meditieren zu gönnen. 

Ich bin gespannt, wie es dir damit ergeht. Du kannst z.B. einfach einen Kommentar unter diesen Blog-Artikel schreiben und sicherlich wirst du von mir und vielleicht auch von ein paar anderen Lesern des SSSuperfit-Blogs Rückmeldung erhalten. 

Genieße diesen Augenblick! 

Dein Personal Coach und Trainer Nicole

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