Kokosöl - schädlich oder gesund? 

Kokosöl kommt mit vielen gesättigten und wenigen ungesättigten Fetten daher. Weshalb sollte es dann überhaupt verzehrt werden? Schließlich galten und gelten noch heute gesättigte Fette als gefäßverstopfend und entzündungsfördernd. 

Gehärtete Fette und Transfette 

Gehärtete Fette sind eigentlich für die Gesundheit höchst bedenklich, vor allem weil die Industrie viele Fette künstlich härtet und dann Transfette entstehen. Diese sogenannten entarteten Fette sind fremde Fettmoleküle für den Körper. Aufgrund ihrer langen Haltbarkeit sind sie vor allem in Fertigprodukten, Wurst, Schokoladenaufstrichen und anderen Süßwaren zu finden. Auf der Verpackung steht dann nur "pflanzliche Fette", d.h. dass dort billige, ungesunde Transfette verborgen sind, steht nicht explizit darauf. Diese Fettsäuren erhöhen entzündliche Prozesse im Körper und eine Reihe schwerwiegender Krankheiten, darunter Krebs, werden begünstigt. Wer Transfette konsumiert, erhöht sein Herzinfarktrisiko übrigens um bis zu 39% (vgl. Studie von 1997). Bereits ein Mehrkonsum von 2% kann verheerende Wirkungen auf ihre Gefäße haben. Herz-Kreislauferkrankungen häufen sich, laut einer Studie, um 36% (vgl. Studie von 2001 und wiss. Artikel von 2010). Wenn das mal nicht ein weiterer Grund ist, unverarbeitete, echte Lebensmittel zu konsumieren! 

Kokosöl ist ein solches unverarbeitetes, natürliches Lebensmittel! 

Kokosöl ist leicht zu gewinnen; schließlich besteht die reife Kokosnuss aus 35% Kokosöl. Stellt man sich hingegen einen harten, winzigkleinen Rapssamen, die superkleinen Samen der Distel oder die Sojabohne vor, wird klar, dass die Öl-Gewinnung hier nicht ursprünglich für den Menschen gedacht war. Hier bedarf es dem Einsatz von Maschinen. Außerdem werden die letztgenannten Öl-Lieferanten heute meist in großflächigen Monokulturen angebaut, was aus meiner Sicht, ebenfalls gegen ihre Verwendung spricht. 

Qualitativ hochwertiges Kokosöl 

Um sicher zu gehen, dass das Kokosöl nicht aus Kopra (mit Benzin behandeltes Kokosfleisch) gewonnen wird, sollte das naturbelassene, kalt gepresste, sogenannte Virigin Coconut Oil bzw. Bio-Kokosöl verwendet werden. Dieses findest du u.a. in Reformhäusern oder auch gut sortierten Lebensmittelgeschäften. 

Einsatz von Kokosöl in der Küche 

Kokosöl ist das hitzestabilste der naturbelassenen Pflanzenfetten und eignet sich besonders gut zum Braten, Frittieren und Backen. Ich finde es auch in manchen Desserts, Snacks und Saucen sowie im Bullet-Proof-Coffee superlecker. Kokosöl bleibt auch bei Einfluss von Hitze und Licht bis zu zwei Jahre haltbar, während andere Pflanzenöle freie Radikale bilden. 

Und natürlich sollte Kokosöl nicht das einzige Fett in der Küche sein, sondern durch Omega-3-reiche Öle ergänzt werden. Ich verwende beispielsweise für Salate Olivenöl (extra vergine), Leinöl, Avocado-Öl; für das Rührei Butter und zum Backen Butter und/oder Kokosöl. Und zum Braten, ganz klar, Kokosöl. Wer den Geschmack nicht leiden mag, kann auch Butterschmalz verwenden. Das pflanzliche Kokosöl ist aus meiner Sicht allerdings hier die beste Variante. 

Mit Kokosöl abnehmen 

Kokosöl ist das einzige natürliche Öl, das zu über 50% aus mittelkettigen Fettsäuren, sogenannten MTCs (= middle chain triglycerides, dt. mittelkettige Triglyzeride) besteht. Sie haben nur 8 statt 9 kcal pro Gramm. Diese mittelkettigen Fette sind leicht verdaulich und werden gerne bei Fettverdauungsstörungen eingesetzt. Unser Körper verwendet diese Fette nämlich in erster Linie zur Ketonbildung und Energiegewinnung und kaum, um sie in Form von Körperfett einzulagern. (Ketone sind Stoffwechselprodukte, die beim Fettabbau entstehen und über den Urin ausgeschieden werden.) 

Mittelkettige Fettsäuren können ohne Gallensäure verarbeitet werden und sind somit sehr leicht verdaulich. Zudem sind sie wasserlöslich und gelangen daher ohne Umschweife über die Blutbahn in die Leber. Klasse, denn dort werden sie in Energie umgewandet und nicht so gerne als Fettpölsterchen eingelagert. 

Bestandteile des Kokosöls

  • gesättigte Fettsäuren - 90-90%
  • davon Laurinsäure - ca. 50% 
  • davon Caprinsäure - ca. 10% (Angabe durch mich hinzugefügt) 
  • einfach ungesättigte Fettsäuren - 4-8% 
  • Linolsäure (Omega-6) - ca. 2%
  • Alpha-Linolensäure (Omega-3) - <0,01%
  • Fettbegleitstoffe: Selen und andere Mineralstoffe, Aminosäuren, Phytosterine, Vitamine, Lactone, Sterole - 0,5-1% 

(Quelle: U. Gonder, Dr. N. Worm: "Mehr Fett! Warum wir mehr Fett brauche, um gesund und schlank zu sein. Liebeserklärung an einen zu Unrecht verteufelten Nährstoff", Lünen 2010, S. 140; die Angaben beziehen sich auf Bio-Kokosöl.) 

Kokosöl für ein intaktes Immunsystem 

Laurinsäure, eine wichtige gesättigte Fettsäure, die auch in der Muttermilch vorkommt, kann das gute HDL-Cholesterin im Blut so erhöhen wie keine andere Fettsäure. Übrigens wirkt sie auch antibakteriell und antiviral, weshalb Kokosöl in tropischen Ländern u.a. auf Wunden aufgetragen wird. Ebenfalls interessant ist, dass auch Herpes-, Grippe- und andere Viren empfindlich auf Laurinsäure reagieren. Diese kostbare Fettsäure finden wir zu 50% im Kokosöl. 

Caprinsäure stellt 10% des Kokosöls dar und wirkt gegen Pilzerkrankungen und wird deshalb in den Tropen auch gegen Parasiten eingesetzt. 

Die genannten Bestandteile des Kokosfetts stärken aufgrund ihrer antiseptischen Wirkung das Immunsystem und schützen vor einer Vielzahl von bakteriellen, viralen und mykotischen Infektionen auf ganz natürliche Weise. 

Kokosöl gegen Reizdarm

Da es leicht verdaulich ist, belastet es den Darm nicht. Etwaige Darmpilze und Bakterien werden durch die antimykotische und antibakterielle Wirkung des Kokosöls unwirksam gemacht und etwaige Verdauungsschwierigkeiten werden nach und nach behoben. 

Außerdem kommt es durch den positiven Einfluss des Kokosöls auf die Darmflora zu einer verbesserten Aufnahme der zugeführten/gegessenen Makro- und Mikronährstoffen, was zu einer Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit führt. 

Kokosöl gegen Demenz 

Die Hirnzellen von Alzheimer-Patienten haben ihre Fähigkeit verloren, aus Glukose Energie zu gewinnen. Mittelkettige Fettsäuren (MCT), die reichlich in Kokosfett zu finden sind, bieten hier eine hervorragende Energiequelle, ohne den Insulin zu benötigen. 

Wissenschaftliche Studien zu der positiven Wirkung von mittelkettigen Fettsäuren bei Alzheimer-Patienten sind im Gange und obwohl bereits 2008 nachgewiesen werden konnte, dass der tägliche Konsum von 35g bis 70g nativen Kokosöls die kognitiven Fähigkeiten deutlich verbesserten, wird diese Möglichkeit leider noch nicht flächendeckend genutzt. 

 

Das Hirn braucht nämlich nicht nur Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren, sondern auch bestimmte gesättigte Fettsäuren. 

 

Kokosöl bei Krebs

Krebs und die Krebstherapie belasten den gesamten Organismus. Der Darm wird stark belastet und hat oft Mühe, die zugeführten Nährstoffe, zu verarbeiten und aufzunehmen. Kokosöl stellt eine leicht verdauliche Energiequelle da und wirkt zudem entzündungshemmend.  

Es gibt mittlerweile Krebstherapien, bei denen die Krebszellen regelrecht "ausgehungert" werden, d.h. Zucker bzw. Kohlehydrate werden als Energiequelle entzogen, sodass die Krebszellen, die sich von Glukose ernähren, nicht weiter wachsen. Die Energie wird vor allem aus Fetten, insbesondere aus mittelkettigen Fettsäuren, also Kokosöl, generiert. Das belastet den Körper am wenigstens und gibt ihm dennoch Energie. Wer hier mehr wissen möchte, könnte z.B. Stichworte wie "ketogene Reinigung" googlen und bei Dr. Strunz im Newsletter-Archiv stöbern. 

Kokosöl in der Kosmetik 

Aufgrund seiner pflegenden und schützenden Eigenschaften ist Kokosöl in vielen Bio-Körpercremes und Bio-Haarpflegeprodukten zu finden. Als natürlicher Sonnenschutz ist es ebenfalls beliebt. Kokosöl zieht rasch ein und bindet Feuchtigkeit; dies schützt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust. 

Durch seine antiseptische und antioxidative Wirkung wird es auch erfolgreich gegen Akne eingesetzt. 

Gesundheit von außen und von innen - das macht Sinn. Mit einem einzigen natürlichen Produkt unterstütze ich meinen Körper, gesund zu sein. Und was ist schöner als Gesundheit!

Integriere Kokosöl in dein Leben und in das deiner Familie! Hole dir die Tropen in die Küche und die Gesundheit auf den Teller. 

Viel Spaß dabei! 

Und wenn du ein gutes Kokosöl-Rezept hast, das du gerne mit den anderen Blog-Lesern teilen möchtest, dann nur zu! Schreibe mir eine Email mit Foto, sodass ich es veröffentlichen kann. Oder schreibe einen Kommentar unter den Artikel. Lass andere Menschen an deinen Erfahrungen teil haben! 

Auf bald! 

Dein Personal Coach und Trainer Nicole 

In meinen Ressourcen habe ich zwei zertifizierte Bio-Kokosöle aufgeführt, die aufgrund der Herstellung, des Geschmacks und des Preis-Leistungsverhältnissen bei uns zuhause verwendet werden. Klicke hier, um direkt zur Ressourcen-Seite zu gelangen. 

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